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Malteser Krefeld

Welthospiztag 11. Oktober: Hospizversorgung nicht durch Beihilfe zur Selbsttötung unterlaufen

10.10.2014

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Beihilfe zur Selbsttötung fürchten die Malteser einen Stillstand beim Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung.

„Wenn die Suizidbeihilfe legalisiert wird, besteht die Gefahr, dass die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung schwerkranker oder hochbetagter Menschen untergeht“, warnt Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer des Bereichs Medizin und Pflege der Malteser Deutschland. Der zum Beispiel seit 2007 gesetzlich geregelte Anspruch auf die sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ist bei weitem nicht flächendeckend vorhanden.

Die Malteser fordern, die Bevölkerung über die Möglichkeiten der hospizlichen und palliativen Versorgung besser zu informieren. „Insbesondere haben hier die Hausärzte als Multiplikatoren und vielfach erster Ansprechpartner eine Schlüsselfunktion“, sagt Harnoncourt. Ohne eine flächendeckende Schulung dieser Berufsgruppe kommen viele spezialisierte und psychosoziale Angebote erst gar nicht beim Patienten an.

Ziel muss sein,  konkrete palliative Angebote auszubauen und bürgerschaftliches Engagement - wie es die Malteser mit 2.800 ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und –helfern ermöglichen - zu stärken. Harnoncourt: „Dann würde auch der Eindruck vermieden, dass die Diskussion um die Sterbebeihilfe die lebensbejahende Begleitung durch die Hospiz- und Palliativversorgung aushöhlt.“

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